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Projekt ITAT 4035 Bilog - Bildung ohne Grenzen / Educazione oltre confini

Aktuelles vom Projekt ...

Es kommt auf die Haltung an - Seminar für Kindergartenpädagoginnen aus Ost- und Südtirol mit Shima Poostchi

Referentin für diese zwei Seminartage war Frau Dr. Shima Poostchi. Sie kommt aus Jenbach und ist Trainerin und Coach im Bereich Charakterbildung, Persönlichkeitsentwicklung und Unternehmenskultur, Autorin, selbständige Unternehmerin und Gründerin von Shira Publishing. Seminarinhalt: Auf dem Weg zur Tugenderkennung verändern wir nicht nur unsere eigene Haltung und unser Menschenbild, sondern auch unser Umfeld. Wenn wir in uns und in anderen die wertvollen Charaktereigenschaften entdecken, gelingen wertschätzende Beziehungen und bereiten die Grundlage für Lernkultur. Jeder Mensch ist wie ein Bergwerk und hat unzählig viele Schätze (Tugenden) in sich, die es gilt ans Tageslicht zu befördern. Zuerst muss man die Tugenden kennenlernen, es gibt mehr als 350 davon. Dann kann man sie erkennen und das führt zur Tugendanerkennung.

Wenn wir Menschen und Situationen nicht mit der Fehlerbrille anschauen, sondern auf Schatzsuche gehen, ändert verändert sich etwas Wesentliches. Wir sind imstande das Gute, das Positive zu sehen und tragen dazu bei, dass auch Tugenden, die noch in der Wachstumsphase sind, besser gedeihen. Bei mehreren praktischen Übungen haben die Teilnehmerinnen das geübt.

Eine wesentliche Rolle übernimmt auch die Sprache. Die Referentin ist überzeugt: „Wir müssen die Tugenden benennen, nicht nur einmal sondern immer wieder. Wenn mir ein Kind hilft sage ich nicht toll oder super, sondern vielleicht: Ich schätze deine Hilfsbereitschaft, weil du mir die Bücher getragen hast.“

Nicht nur, aber auch für Kindergartenkinder ist das ein wichtiger Lernprozess. Sie können die Schätze in sich und auch in den anderen erkennen und erleben sich als wirksam, wertvoll und anerkannt. Je mehr diese Kultur in ihrem weiteren Umfeld gepflegt wird, umso besser gelingt Erziehung.

Kinder erziehen bedeutet, sie in ihrem Menschenbild, in ihrem Charakter, in ihren Tugenden zu stärken. Darauf kann Bildung aufbauen. Leider wird schon zu viel Erziehung in der heutigen Gesellschaft den Medien überlassen.

Kindergartenpädagoginnen haben deshalb als Bezugspersonen von Kindern, die sich im ersten Drittel des fremdbestimmten Lernens befinden, einen sehr verantwortungsvollen und wichtigen Auftrag. Es braucht Pädagoginnen, die imstande sind in jedem Kind, in den Familien und in ihren Mitarbeiterinnen nicht nur den Samen zu sehen, sondern die wunderschöne Blume, die daraus wächst.

„Je besser es euch gelingt, die Schätze in euch und in anderen Menschen zu entdecken, umso bereichernder wird eurer Leben und eure Arbeit“. Mit diesem Auftrag hat sich die Referentin verabschiedet die Teilnehmerinnen mit vielen wertvollen Gedankenanstößen und Praxisbeispielen in das verbleibende Wochenende und in eine neue Arbeitswoche geschickt.

Bildung ohne Grenzen

Interreg 2017 4c

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