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fotos homepage 070Geschichtlich erwiesen ist, dass bereits um das Jahr 1000 herum in Assling eine eigne Kirche bestanden hat. Der Seelsorgeposten wurde damals nicht selten Mitgliedern des Brixner Domkapitels verliehen, welche gemäß der Sitte der damaligen Zeit nicht selbst in Assling residierten, sondern die Geschäfte des Pfarrers durch einen Vikar (Provisor) besorgen ließen. Auch Mitglieder des Salzburger Domkapitels besaßen oft den Posten und ließen sich durch andere Priester vertreten. Assling galt damals als eine der einträglichsten Pfarrpfründen des Pustertales.

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Kirchlich gehörte Assling zwischen 811 und 1808 zur Erzdiözese Salzburg, lag aber im bischöflich - brixnerischen Gericht Anras, was zu Komplikationen führte. In einem Streit der sich 1250 zwischen dem abgesetzten Salzburger Erzbischof Philipp von Kärnten und dem neu gewählten Erzbischof Ulrich von Seckau erhob, stellte sich Probst Heinrich III. von Neustift, dem das Archidiakonat im Pustertal übertragen war, mit seinem Konvent entschieden auf die Seite des neuen Erzbischofs Ulrich. Zum Dank dafür übertrug Erzbischof Ulrich dem Stift Neustift am 10. September 1261 die Pfarre Assling. Es dauerte aber noch fast 140 Jahre bis Neustift in den wirklichen Besitz der Pfarre Assling kam.

Am 10. Dezember 1398 konnte der Salzburger Erzbischof Gregor Schenk von Osterwitz die Pfarre Assling endlich definitiv mit Zustimmung des Domkapitels dem Kloster Neustift übertragen, Propst und Konvent von Neustift verpflichteten sich, für die Salzburger Erzbischöfe zur Quatemberzeit ein Totenoffizium und ein Requiem zu halten.
Seitdem wird die Pfarre Assling auch von den Chorherrn aus Neustift betreut.


Filialkirchen von Assling

kirche st. korbinianKirche des Glaubensboten St. Korbinian in Thal
In den Bereich der Sage zu verweisen ist die in die Literatur eingedrungene Volksmeinung, Herzog Sigmund von Tirol habe die Kirche St. Korbinian als Sühneopfer errichtet. Hingegen ist überliefert, dass Bischof Johann von Freising 1471 dem Grafen Leonhard von Görz-Tirol Reliquien des hl. Korbinian und Sigmund für die neu errichtete Kirche übersandte.

Das Gotteshaus wurde um 1460 errichtet und 1468 vom Salzburger Weihbischof konsekriert. Der Bau passt nicht genau in die Tradition der Görzer Bauhütte und ist eventuell dem Einfluss von Brixen und Neustift zuzuordnen. Mit seiner reichen und qualitätvollen Innenausstattung gehört St. Korbinian zu den künstlerisch wertvollsten spätgotischen Kirchen Tirols.


kirche st. ulrichSt. Ulrich in Oberthal
Die Kirche in Oberthal ist eine Filialkirche zu Assling. Das Baujahr ist nicht genau bekannt. Der gotische Stil könnte auf die Entstehungszeit um etwa 1400 hinweisen.
Der barocke Hochaltar ist 1668 entstanden. 1786 sollte auf Wunsch des Bischofs von Brixen, Jos. Graf v. Spaur, ein Priester als Kaplan angestellt und durch das Kloster Neustift der Widum und der Gottesacker wieder hergestellt werden, was aber zufolge der Ungunst der Zeiten wieder unterblieb.